
Man verlässt die Fahrschule mit dem A2-Führerschein in der Tasche, und die Versuchung ist sofort da: direkt auf ein Motorrad mit einer Leistung umzusteigen, das in sechs Monaten nicht zum Wechseln verleitet. Die Honda CB750 Hornet erfüllt viele Kriterien auf dem Papier, aber die 750 cm³, die für einen neuen A2-Führerschein gedrosselt sind, werfen Fragen auf, die die Herstellerdatenblätter nicht beantworten.
E-Clutch auf der CB750 Hornet: ein echter Vorteil für einen neuen A2-Führerschein
Der erste Kreisverkehr nach dem Händler, die erste rote Ampel am Berg, die erste Parkmanöver im Gefälle: hier verändert die Version 2026 der CB750 Hornet die Situation. Honda bietet jetzt das E-Clutch-System an, eine elektronische Kupplung, die den Schleifpunkt beim Anfahren, im Stand und beim Gangwechsel automatisch verwaltet.
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Konkret kann man einen ganzen Tag fahren, ohne den linken Hebel zu berühren. Das Anhalten an der Ampel, die klassische Angst des Anfängers in der Stadt, entfällt. Die Rückmeldungen von Fahrern, die viel Zeit auf dem Motorrad verbracht haben, bestätigen ein flüssigeres Fahren in der Stadt und bei wiederholten Manövern, mit weniger Ermüdung auf langen Strecken.
Die Mehrkosten für die E-Clutch-Option bleiben moderat (rund 500 Euro laut Honda). Für einen A2-Fahrer, der städtische Fahrten und Wochenendausflüge kombiniert, ist das eine Investition, die im Vergleich zum gewonnenen Komfort wenig ins Gewicht fällt. Und wenn man lieber manuell schalten möchte, bleibt das klassische Schaltgetriebe jederzeit zugänglich. Es handelt sich um die 750, die für den A2-Führerschein geeignet ist, nicht um einen verkleideten Automatikroller.
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Gewicht und Sitzhöhe der CB750: was sich im Alltag ändert
Auf dem Papier hat die CB750 Hornet das beste Verhältnis von Gewicht zu Leistung in ihrer Kategorie laut Honda. In der Praxis ist die entscheidende Frage für einen neuen A2-Fahrer die Handhabung bei niedrigen Geschwindigkeiten und die Fähigkeit, beim Anhalten die Füße auf den Boden zu setzen.
Der Sitz ist auf einer Höhe positioniert, die für die meisten durchschnittlichen Körpergrößen geeignet ist, aber Fahrer unter 1,70 m müssen unbedingt im Händler darauf sitzen, bevor sie unterschreiben. Das geringe Gewicht für eine 750 erleichtert das Wenden im Parkhaus und die Manöver im Stand, zwei Situationen, in denen Anfänger regelmäßig Schwierigkeiten haben.
Wo eine 500 mehr Nachsicht bei den Fahrbahnabweichungen bei niedriger Geschwindigkeit zeigt, verlangt die 750 ein gewisses Maß an Vertrauen in den Lenker. Die Rückmeldungen variieren diesbezüglich: Einige neue A2-Fahrer finden die Maschine sofort beruhigend, andere ziehen einige Wochen der Anpassung vor, bevor sie sich beim engen Filtern wohlfühlen.
Reale Kosten einer CB750 Hornet mit A2-Führerschein: über den Katalogpreis hinaus
Der im Händler angegebene Preis stellt nur einen Bruchteil der Kosten im ersten Jahr dar. Wir zerlegen das tatsächliche Budget, um unangenehme Überraschungen zu vermeiden.
- Versicherung für junge Fahrer auf einer gedrosselten 750: Die Prämien sind deutlich höher als bei einer 500, manchmal sogar doppelt so hoch, je nach Profil und Versicherer. Mehrere Angebote vor dem Kauf einzuholen, verhindert, dass man die Rechnung nach der Unterschrift entdeckt.
- Komplette Ausrüstung (zertifizierter Helm, zertifizierte Handschuhe, Jacke, Stiefel, Hose): Diese Position macht oft so viel aus wie mehrere Monatsraten für das Motorrad. Man sollte nicht an der Schutzkleidung sparen, um den Preis des Motorrads auszugleichen.
- Herstellerwartung: Die Wartungsintervalle von Honda sind angemessen, aber die Teile einer 750 sind teurer als die einer 500. Reifen, Bremsbeläge, Kettenkit: alles ist preislich eine Stufe höher.
- Zukünftige Entdrosselung: Nach zwei Jahren mit dem A2-Führerschein erfordert die Umstellung auf volle Leistung eine Neuprogrammierung beim Händler, mit Kosten, die bereits beim Kauf eingeplant werden sollten.
Insgesamt übersteigt das Budget im ersten Jahr bei weitem nur den Preis des Motorrads. Ein Vergleichsdiagramm zwischen einer CB500F und einer CB750 Hornet, Position für Position, hilft, die Entscheidung mit offenen Augen zu treffen.

Wiederverkauf und Entwicklung: Hält die CB750 Hornet ihren Wert nach dem A2?
Eines der stärksten Argumente für die CB750 für einen A2-Führerschein ist ihre Fähigkeit, den Fahrer über die ersten zwei Jahre hinaus zu begleiten. Sobald die Drosselung entfernt ist, entfaltet die Maschine ihre volle Leistung, ohne dass man das Motorrad wechseln muss. Man vermeidet den Wiederverkaufs-/Neukaufsprozess, was eine echte Ersparnis darstellt.
Honda profitiert von einem stabilen Gebrauchtwert in diesem Segment. Eine gut gepflegte CB750 Hornet mit angemessener Kilometerleistung lässt sich problemlos auf dem Gebrauchtmarkt verkaufen. Die Nachfrage bleibt stark bei A2-Fahrern, die genau dieses Maschinenprofil suchen: ausreichend charaktervoll, um Freude zu bereiten, und gleichzeitig vielseitig genug für den Alltag.
Das gleiche Motorrad vier bis fünf Jahre lang zu behalten, anstatt erst eine 500 und dann eine 750 zu fahren: Das ist die Rechnung, die die CB750 Hornet finanziell sinnvoll macht, vorausgesetzt, man kann die anfänglichen Mehrkosten für Versicherung und Wartung tragen.
CB750 Hornet gedrosselt A2: für welches Fahrerprofil?
Die CB750 Hornet ist nicht die richtige Wahl für jeden. Sie eignet sich besonders für ein bestimmtes Profil:
- A2-Fahrer, der plant, sein Motorrad nach der Entdrosselung zu behalten und vermeiden möchte, nach zwei Jahren verkaufen zu müssen.
- Fahrer, die sich mit der Größe einer 750 wohlfühlen und in der Lage sind, beide Füße ohne Anspannung auf den Boden zu setzen.
- Budget, das eine höhere Versicherung für junge Fahrer und eine etwas teurere Wartung als bei einer 500 verkraftet.
Für einen ersten Kontakt mit der Straße, ohne sicher zu sein, nach dem A2 weiterzufahren, bleibt eine 500 eine wirtschaftlichere und ebenso lehrreiche Wahl. Die CB750 Hornet rechtfertigt sich, wenn man bereits weiß, dass man lange fahren möchte und bereit ist, von Anfang an etwas mehr zu zahlen, um den Kaufprozess in zwei Jahren nicht wiederholen zu müssen.